The Grenadier Forum

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Local Area Thread 北京212 / BAW 212 ... Diesel aus China, sieht aus wie ein Bonsai Grenadier.

emax

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Es gab im Kernforum schon ein paar Beiträge zum Chinesischen BAW 212 T01, aber nun kommen etwas ausführlicher Youtube Videos, sodass ich mal auf dieses Auto aufmerksam machen möchte. AWo hatte im Kernforum schon was dazu geschrieben, aber mir war das bislang entgangen.

Ein paar Highlights:
  • Halber Preis des Grenadiers: ab 39995 Euro.
  • Vierzylinder Diesel mit 166 PS.
  • 8-Gang Automatik
  • WLTP Verbrauch lt. Hersteller 8,5L/100 Km
  • Starrachsen
  • Sperren vorne und hinten
  • Heckantrieb mit zuschaltbarem Allradantrieb - spart Sprit.
  • VMax: 160 Km/h
  • Geländeruntersetzung
  • 2255 Kg leicht
  • Euro 6
  • BAW startet zum Einsting in D mit über 200 Händlern ... 👏
...

Ich finde das Design, das Konzept und ebenso die bis jetzt bekannten Spezifikation mitsamt des Preises sehr beachtenswert. Natürlich gibt es Einschränkungen. Aber ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Das Auto wird von Beijing Automobile Works (BAW) gebaut und hat bereits eine Historie, das sind also keine Greenhorns. Die Firma wurde 1953 gegründet und produziert seit den 60er Jahren Geländefahrzeuge. Der Vorläufer des BAW 212 ist der BJ212: https://de.wikipedia.org/wiki/Beijing_BJ212.

Irgendwo habe ich gestern auch ein Videoschnipsel mit Motorengeräusch gefunden. Da hört sich der Motor schön kernig an, eben so, wie ein Diesel sich anhören muss. Mir gefällts. Ich weiß leider nicht mehr wo ich das gefunden hatte.

Der Vorläufer:

Beijing_BJ212_BJ2023CHB2_Longyan_01_2022-08-06.jpg

Es scheint aktuell mehr Deutsche als Englische Youtube Beiträge dazu zu geben:


Hier ein Einstieg:

View: https://www.youtube.com/watch?v=8SilExFTHxc
 
Fand ich auch interessant, aber für mein Einsatzgebiet ist das nix. Der Allrad hat kein Mitteldifferential, d.h. sollte nur auf unbefestigen Wegen oder im Schnee eingesetzt werden. Hatte ich bei meinem Jeep Wrangler und find ich blöd. Der Grenny und mein Pickup (Fiat Fullback) haben ja bei beide Permanent-Allrad (beim Pickup geht auch wahlweise 2 WD) und das ist auf nassen Straßen ein echter Sicherheitsgewinn.
 
Ja, ist ein Argument. Dass es Einschränkungen gibt, ist klar. Aber ob ich 40K oder 90K hinlegen muss, ist eben auch ein Unterschied.

Ich denke, dass das eine Alternative als kleiner Overlander mit brauchbaren Geländeeigenschaften sein kann. Der 212 wird keinen Grenadier ersetzen oder darstellen wollen und auch nicht können. Allerdings habe ich ein paar Videos gesehen, wo er doch sehr erstaunliche Geländepassagen genommen hat.

Unsere Grennies haben die Messlatte zweifellos ziemlich hoch gelegt, keine Frage. Den Preis aber auch ... 🤷‍♂️
 
Ich konnte mir heute einen BAW 212 ansehen und fahren. Respekt, wenn das nach drei, vier oder mehr Jahren noch so gut aussieht wie heute, dann haben die da einen echt veritablen Wagen hingestellt.

Mal ein paar Daten:
  • 150 Händler unterstützen den alleine in Deutschland
  • Werkstatthandbuch ist in englisch zu haben
  • Diesel: Foton, entwickelt zusammen mit Cummins, 166 PS, 410 Nm
  • Nahezu alle Schrauben sind gegen Lösen gekennzeichnet, sehr aufgeräumter Motorraum, alles akkurat verlegt und befestigt. Ähnlich, wie ich es bei Isuzu und Toyota gesehen habe.
  • Automatikgetriebe ZF 8 Gang, Verteiler: BorgWarner
  • Antriebswellen: Dana oder Dana-ähnlich wie beim Grenadier, mit CV-Joints
  • Vorderachse: verstärkt
  • Fahrwerk: Wie beim Jeep und beim Grenadier, Four-Link vorne und hinten, wirkt alles sehr massiv
  • Allrad: Zuschaltbar
  • Elektrisch geschaltete mechanische Sperren vorne und hinten (wahrscheinlich Eaton)
  • Schnorchel war montiert, Wattiefe 850 mm
  • Mit Winde inkl. mind. 30 Meter Kunststoffseil und inkl. Not-Aus-Schalter (Stromtrennung der Winde), das ist Standard
  • Interieur: Sehr fein gemacht, kaum Plastik, viel mit Kunstleder beschlagen, Knöpfe und Schalter übersichtlich, sehr gute Haptik
  • Displays: Sehr hohe Qualität, glasklar und die 360 Grad Kameras sind sehr scharf, inkl. der Möglichkeit sein Auto aus allen Blickrichtungen aus einer Drohnenperspektive zu sehen und mach belieben den Blickwinkel zu wählen
  • Clevere Lösungen im Heck, wie ein verriegelbarer Hecktürdämpfer, der das zugehen der Tür verhindert
  • Die Tür öffnet über die gesamte Breite, daher voller Zugang, leider nach rechts, so dass bei Rechtsverkehr immer herumgegangen werden muss
  • Das ganze Fahrzeug wirkt überhaupt nicht billig
  • Preis: 39.900 EUR
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Was die Bonsai-Maße angeht, wenn man den BAW 212 nicht als "Transporter" nutzen möchte und eher in Richtung Gelände schaut, hat er ein gutes Maß. Er ist 19 cm kürzer als der Grenadier und 3,5 cm schmaler und mind. 500 kg leichter(!).

Gruß
AWo
 
Last edited:
Ich habe auch schon in dem Fahrzeug gesessen. Der Innenraum wirkt auf mich ziemlich gedrungen, eher Jimny als Grenadier. Man sollte sich also nicht vom äußeren Auftritt täuschen lassen, innen ist das Auto deutlich kleiner (und klar erkennbar vom Design der G-Klasse und Jeep abgeleitet).

Daneben sollte man bei der ganzen Diskussion aus meiner Sicht noch einen weiteren Punkt nicht ausblenden: Wer so ein Fahrzeug kauft, entscheidet sich nicht nur für ein Auto, sondern auch für die Wertschöpfungskette dahinter. Das Geld fließt dann eben nicht in europäische oder westliche Strukturen, sondern nach Fernost. Unternehmen, Arbeitsplätze, Standards, Abgaben und soziale Sicherungssysteme hierzulande profitieren davon nicht.

Das ist keine Frage von richtig oder falsch, aber man sollte es klar benennen. Ein Neuwagenkauf ist heute immer auch ein politisches Signal. Was jeder daraus macht, muss er selbst entscheiden.
 
Dann hast Du nie in einem Jimny gesessen....und klar ist er innen kleiner als der Grenadier, aber...na und? Ist so wie in unserem Toyota und besser als im Defender.

Uhh...Wertschöpfungskette....ja, Recht haste, aber dann check noch mal den Grenadier durch....ich sage nur 2026 und noch mehr Teile kommen aus China (oder Mexiko, oder Taiwan...), z.B. die neuen Anrui Hauptscheinwerfer...man kann dem nicht entgehen...streiche alles, wo was chinesisches drin ist und es bleibt nicht viel. Oder gar ein Fusilier, der mit Chery entwickelt wird, oder Neusoft aus dem Grenadier, auch chinesisch....also Ineos hat keine Berührungsängste mit China, auch nicht auf der Petrochemie-Seite....Da ist Hr. ratcliffe, ja was, zwiegespalten? Er beschwert sich bei der EU, dass sie ihn als Brexit-Befürworter nicht vor den chinesischen Importen schützen, macht aber munter Joint-Ventures mit denen (Sinopec, Petrochina), trägt Know-How rüber, sourced Grenadier-Teile dahinaus und will ein Auto mit denen bauebn, ggf. Produktionskapazitäten hier zur Verügung stellen, damit das chinesische Bein in Europ noch größer wird. Ja was denn nun? Achso, ja, dann ist er ja wieder ein Untermnehmer und dann ist das ja wieder ok, weil er im Sinne seiner Firma handelt....

Gruß
AWo
 
Last edited:
Dass heute kein Auto mehr völlig frei von globalen Zulieferteilen ist, geschenkt. Daraus aber abzuleiten, es spiele wirtschaftlich keine Rolle mehr, ob man einen Grenadier oder einen BAW kauft, halte ich für zu kurz gesprungen.

Der Grenadier ist in seiner maßgeblichen Entwicklung nicht unter fernöstlicher Parteisonne, sondern unter westlichen Arbeits-, Sozial- und Steuerstandards entstanden. Davon leben wir hier nicht nur, wir tragen sie auch mit. Wer beim Fahrzeugkauf bewusst außerhalb dieses Rahmens votiert, setzt eben auch ein wirtschaftliches und politisches Signal. Das kann man tun, man sollte es nur nicht verniedlichen.

Genau deshalb macht es aus meiner Sicht weiterhin einen Unterschied, ob ich ein Fahrzeug kaufe, dessen Entwicklungs- und Wertschöpfungsschwerpunkt westlich verortet ist, oder eines, dessen Gesamtprodukt aus Fernost kommt.

Und ja, innen wirkt der 212 auf mich weiterhin deutlich gedrungener als ein Grenadier. Das muss niemanden stören, kleinreden muss man es aber auch nicht.
 
Dass heute kein Auto mehr völlig frei von globalen Zulieferteilen ist, geschenkt. Daraus aber abzuleiten, es spiele wirtschaftlich keine Rolle mehr, ob man einen Grenadier oder einen BAW kauft, halte ich für zu kurz gesprungen.
Dann lass mal die chinesische Zulieferkette ausfallen. Dann merken wir sehr schnell, was es mit der wirtschaftlichen Rolle auf sich hat. Wir haben Jahrzehnte diese Illusion gelebt und uns diese Konkurrenz selbst herangezogen und über günstige preise oder gute Gewinne gefreut. Jetzt den Finger heben und meinen mit dem Kauf eines europäischen Produkts rücken wir das wieder gerade, halte ich für Augenwischerei. Jeder der ein deutsches Auto gekauft hat, konnte sehen, wo die Investitionen hingingen...

AWo
 
Last edited:
Moin,
habe dieses Wochenende auch ein paar Berichte zum 212er gelesen.
2 Punkte sollte man im Auge haben:
  • Unterbodenschutz / Hohlraumversiegelung vom Werk keine, vom Importeur sehr sparsam
  • Zuladung max 330Kg
Deichrutscher
 
Ich habe in die Papiere geguckt, Zuladung 460 kg.
Unterbodenschutz: Auf jeden Fall, muss gemacht werden. Das ist ja leider bei den meisten so....bei unserem Hilux auch...

Auch bei der Anhängelast ist er eher Mittelklasse.

Ich sehe so viele test von so vielen Autos. Immer klasse, immer neu, immer gut....ich hoffe ja noch auf Tests, nach 3, 4 oder 5 Jahren und intensiver Nutzung. Anhängerzugbetrieb, Gelände, Reise, wie stehen die Autos dann da?

Gruß
AWo
 
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