Man kann es auch positiv sehen. Ineos hat mit dem Grenadier als Newcomer in Automotive in kürzester Zeit ein sensationelles Auto hingestellt. Segmentbezogen ist er erfolgreich, das Segment ist eben sehr, sehr klein. Er ist dabei jedoch inflationsbereinigt erheblich teurer als es Ur-Defender und Ur-G waren, was auch mit dem zu tun hat, was er zwingend mehr bietet. Das verschob ihn im Segment, das heute deutlich kleiner ist als 1948ff und 1978ff, nach oben. Seine Verkaufszahlen bleiben in ungefähr diesen Verhältnissen zurück. Wenn 20% teurer 30% weniger Absatz bedeuten, hätte der Grenadier zum ursprünglich geplanten Einführungspreis die Stückzahlen der ersten drei Jahre des Ur-Defenders und Ur-Gs wahrscheinlich annähernd erreicht. Wenn er nicht billiger wird (nicht zu erwarten), muß er die Nische in der Nische verlassen, also an eine breitere Käufergruppe vermarktet werden (zu beobachten). Zeit ist ein Faktor. Ineos und die Händler haben es eiliger, 2026-2027 muss der Grenadier global deutlich besser laufen. Die Käufer haben mehr Zeit, weil es keinen technischen Grund gibt, weshalb das Auto nicht jahrelang problemfrei solle Dienst tun können und weil Ersatzteilmärkte ab ca. 25 tsd. Stück entstehen unabhängig vom Hersteller. Mein Glas ist halbvoll.